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Sportminister Klaus Bouillon überreicht Sportplaketten an Ehrenamtliche

Zehn Persönlichkeiten aus dem Saarland wurden am Donnerstag, 12. Dezember 2019, von Sportminister Klaus Bouillon mit der Sportplakette ausgezeichnet. Die Verleihung fand bereits zum 23. Mal statt. Der Minister überreichte die Plaketten an zehn Saarländerinnen und Saarländer, die sich auf herausragende Art und Weise ehrenamtlich in Sportverbänden und -vereinen engagieren. 

 

Minister Klaus Bouillon stellte bei der Veranstaltung vor allem die Wichtigkeit des Ehrenamtes heraus, das Grundlage des Vereinslebens sei: „Ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen wäre die Organisation unserer Sportlandschaft nicht möglich. Sie setzen sich freiwillig dafür ein, dass alles reibungslos funktioniert und jede Besucherin und jeder Besucher eine gelungene Veranstaltung genießen kann. Insbesondere vor dem Hintergrund der Angriffe auf Unparteiische in den letzten Monaten ist es mir wichtig, diese Menschen zu ehren. Daher freue ich mich sehr, Ihnen heute die Sportplaketten verleihen zu dürfen und bedanke mich für Ihr jahrelanges Engagement.“

 

 

Die Empfänger der Sportplakette des Saarlandes sind:

 

  • Dieter Abati (Friedrichsthal): Seit 1954 gehört Dieter Abati dem SC Friedrichsthal an, für den er von 1986 bis 1995 als Abteilungsleiter der Abteilung Fußball tätig war. Der SC Friedrichsthal besteht als Gesamtverein aus den Sparten Fußball, Leichtathletik und Handball. Von 1995 bis heute bekleidete Dieter Abati die Position des stellvertretenden Abteilungsleiters. Seit 1986 ist er auch stellvertretender Vorsitzender des Gesamtvereins. Auf Verbandsebene hat er vom Saarländischen Fußballverband bereits die silberne Ehrennadel erhalten. Von 1970 bis 1886 war er darüber hinaus Schiedsrichter beim Saarländischen Fußballverband.

 

  • Wolfgang Blöchle (Kleinblittersdorf): Wolfgang Blöchle trat 1998 dem Verein „Hilfe durch Sport Quierschied“ bei und übernahm die Funktion eines Übungsleiters Schwimmen, die er heute noch innehat. Von 1998 bis zum Jahre 2008 übernahm er außerdem das Amt des Fachwartes Schwimmen und war auch als Trainer tätig. Seit 2004 übt er darüber hinaus die Tätigkeit als Fachwart und Trainer für die Leichtathletikabteilung des BRS Saarland e.V. aus. Gleichzeitig trat er das Amt als Leistungssportkoordinator an. 2010 war Wolfgang Blöchle maßgeblich am Entstehen und Aufbau des „Paralympischen Trainingsstützpunktes Leichtathletik“ beteiligt, wo er seit 2013 auch als Trainer gefragt ist. Von 2015 bis heute vertritt er den BRS Saarland e.V. in verschiedenen Gremien des LSVS und beim OSP. Von 2013 bis 2018 hatte Wolfgang Blöchle die Funktion eines Abteilungsvorstandes der Leichtathletik beim Dachverband DBS (Deutscher Behinderten-Sportverband) inne. Er ist Inhaber der goldenen Ehrennadel des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Saarland e.V.

 

  • Manfred Breit (Saarbrücken): Von 1957 bis 1963 war Manfred Breit Schülerturnwart und Trainer im TuS St. Arnual 1984. Im Anschluss war er bis 1980 als erster Schülerwart und Trainer tätig. Von 1976 bis 1990 leitete er die Abteilung Handball und ab 1970 war er 15 Jahre lang Trainer der Aktiven und der Jugendmannschaften in der Abteilung Handball. Von 1977 bis 1990 bekleidete Manfred Breit die Position des 2. Vorsitzenden beim TuS St. Arnual, seit 1990 ist er der 1. Vorsitzende. 2004 erhielt Manfred Breit vom Saarländischen Turnerbund (STB) die Ehrennadel in Gold und 2014 überreichte ihm der Deutsche Turnerbund (DTB) den Ehrenbrief mit Silberner Nadel.

 

  • Werner Cartarius (Saarbrücken): Seine Liebe zum Sport fand Werner Cartarius schon in jungen Jahren. Von 1952 bis 1962 war er Betreuer der C-Jugendmannschaft beim 1.FC Saarbrücken. Gleichzeitig fungierte er als Schiedsrichter beim damaligen Saarländischen Fußball Bund (SFB). Von 1955 bis 1975 war er Jugendstaffelleiter des Kreises Südsaar. Im selben Zeitraum war er redaktionell zuständig für die FCS-Mitglieder- und die Verbandszeitung. Seit 1968 ist Werner Cartarius Organisationsleiter der Endrundenspiele um die Hallen-Jugendmeisterschaften des SFV, er war sozusagen der „Gründervater“ dieser Saarlandmeisterschaften. Ende der 80er Jahre gründete er (mit Unterstützung von Hermann Neuberger) die „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Jugendfußballs“ in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Werner Cartarius ist seit 10 Jahren Mitglied im Ehrenrat des 1. FC Saarbrücken, die letzten 5 Jahre sitzt er diesem Rat vor. Ihm wurde die Ehrennadel in Gold des SFV verliehen und er ist im Besitz der DFB-Verdienstnadel und des DFB-Ehrenamtspreises.

 

  • Rudi Caspari (Mandelbachtal): Rudi Caspari gehört dem Schützenverein Heckendalheim seit 1971 an. Im Vorstand bekleidete er die Position des Schriftführers und Schatzmeisters und bis 1988 war er der 1. Vorsitzende des Vereins. Auf Kreisebene vertrat Rudi Caspari die Interessen der Schützen als stellvertretender Kreissportleiter bis ins Jahr 2000. Von 1986 bis zum Jahre 1998 war er Referent für Gewehr und stellv. Landessportleiter. Seit 1986 bis heute ist er Mitglied der Technischen Kommission des SVS. Von 1999 bis 2008 fungierte er als Landessportleiter, in den Folgejahren war er als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für Waffenkunde tätig. Seit 1988 ist er darüber hinaus bei Deutschen Meisterschaften Vorsitzender des Kampfgerichtes und seit 1994 vertritt er den Deutschen Schützenbund als Internationales Jurymitglied bei den Weltcups in München. In den Jahren 1998 bis 2009 war er Mitglied im Sportausschuss des DSB und von 2005 bis 2009 Mitglied in der Technischen Kommission des DSB. Rudi Caspari wurde vom Verband mit der Verdienstnadel in Gold mit Brillanten geehrt und bekam 2015 den Goldenen Ehrenring des DSB, dem er auch seit 2019 als Ehrenmitglied angehört.

 

  • Scholastika Dickmann (Wadern): Schloastika Dickmann gehört zu den Gründern des Turnvereins Morscholz im Jahre 1969. Sie war dessen 1. Vorsitzende bis zum Jahre 2015 (46 Jahre). Von 1969 bis 2009 übernahm sie die Funktion einer Übungsleiterin „Frauenturnen“, seit 1999 ist sie zusätzlich Senioren-Übungsleiterin. Scholastika Dickmann führte in den letzten 50 Jahren Fortbildungen in den Sparten Turnen, Gymnastik, Gesundheits- und Behindertensport und Heilgymnastik durch. Sie organisierte außerdem jährlich Fortbildungen und Lehrgänge für Turnvereinsmitglieder. Auch jährliche Ausflüge, Wanderungen und öffentlichkeitswirksame Auftritte gehörten zu ihrem Aufgabenbereich.

 

  • Marga Fluhr (Saarbrücken): Von 1978 bis 1985 war Marga Fluhr die Leiterin des Fördervereins und der Sportorganisation im „Haus im Eichwäldchen“. Hierbei handelte es sich um eine Komplexeinrichtung für Menschen mit körperlichen, seelischen und geistigen Beeinträchtigungen in allen Altersstufen. In den Jahren von 1995 bis 2007 übernahm sie ehrenamtliche Tätigkeiten für die Lebenshilfe Sulzbach/Fischbachtal. Während dieser Zeit organisierte Marga Fluhr die sportlichen Aktivitäten der durch die Lebenshilfe betreuten Menschen mit diversen Beeinträchtigungen. Durch ihre Tätigkeit bei der Lebenshilfe knüpfte sie Kontakt zum Verband von „Special Olympics Deutschland“. Im Jahre 2007 war sie folgerichtig und maßgeblich an der Gründung von „Special Olympics Saarland“ (SOSL) beteiligt. Dort arbeitete sie dann von 2007 bis 2018 als Mitglied im Vorstand und bekleidete von 2014 bis 2018 die Position der 1. Vorsitzenden. Während dieser Zeit hat Marga Fluhr maßgeblich dazu beigetragen, feste Strukturen zur Förderung des Sportangebots für Menschen mit Beeinträchtigungen aufzubauen. „Special Olympics im Saarland“ dient seitdem als Kontaktstelle für Institutionen der Behindertenhilfe und für Sportvereine. Ihr größter Verdienst während Ihrer Amtszeit als 1. Vorsitzende von SOSL war die Umstrukturierung des Verbandes und die damit verbundene Anerkennung als regulärer Fachverband durch den LSVS.

 

  • Alois Lehberger (Püttlingen): Bereits mit 13 Jahren trat Alois Lehberger 1960 dem TV Püttlingen bei. Seit 1995 trainiert er die Männer-Gymnastikabteilung des TV Köllerbach als Übungsleiter. 1967 erwarb er die Lizenz zum Übungsleiter im Gesundheitssport und Turnen für Ältere und 2007 die Landeskampfrichterlizenz für die Sparte Gymnastik. Von 2008 bis 2019 übernahm Alois Lehberger innerhalb des Vereins die Organisation der Kooperationstage „Fit und Vital Älter werden“ und bekleidet die Position eines Übungsleiters der Frauengymnastik-Gruppe der DJK Püttlingen. 2014 erhielt er die Bundeslizenz für das Deutsche Gymnastikabzeichen. Seit 2017 ist er Übungsleiter der Frauengymnastikgruppe „60 +“ des TV Püttlingen. In den Jahren von 1995 bis 2019 führt er das Amt eines Gaufachwartes aus, von 2010 bis 2019 bekleidet er das Ehrenamt eines Landesfachwarts Turnen und von 2017 bis 2019 engagiert er sich als Leiter der Seniorenbewegungsaktion „Beweg dich“ im Mehrgenerationenhaus in Püttlingen. Von 2012 bis 2019 war Alois Lehberger außerdem 2. Vorsitzender der Herzsportgruppe.

 

  • Klaus Reichert (Lebach): Von 1978 bis zum heutigen Zeitpunkt ist Klaus Reichert im Vorstand des TV Lebach tätig und ab 2005 übernahm er dessen Vorsitz. Von 1985 an bis heute ist er darüber hinaus Geschäftsführer des Stadtverbandes der Sporttreibenden Vereine der Stadt Lebach. In der Zeit von 1991 bis 1995 gehörte Klaus Reichert dem Präsidium des Saarländischen Volleyballverbandes an. Bereits 1976 erwarb er die Volleyball-Schiedsrichterlizenz. Als aktiver Volleyballspieler im TV Lebach erzielte Herr Reichert zahlreiche Erfolge im Seniorenbereich: Saarlandmeister, Deutscher Meister und Mitglied in der Auswahl der Deutschen Nationalmannschaft, deren größter Erfolg die Vize-Weltmeisterschaft war.

 

  • Rolf Schreier (Namborn): Rolf Schreier bekleidet seit mehr als 30 Jahren verschiedene Vorstandsämter in den beiden Turnvereinen TuS Hirstein und TV Liebenburg. Letzterer wurde auf seine Initiative im Jahre 2004 gegründet. Im TS Hirstein war er von 1977 bis zum Jahre 2008 Mitglied. In dieser Zeit engagierte er sich von 1986 bis 2004 als Vorstandsmitglied und gehörte dem Präsidium des TuS Hirstein an. In den Jahren 1989 bis 2004 war er Abteilungsvorstand Turnen im TuS Hirstein. Wie schon erwähnt erfolgte 2004 die Gründung des TV Liebenburg, maßgeblich mitinitiiert durch Rolf Schreier. Diesem Verein ist er bis heute treu geblieben und übernahm in diesem Zusammenhang von 2004 bis 2017 Verantwortung als 1. Vorsitzender. Nach seiner Zeit als Vorsitzender arbeitet er bis heute im Verein als Turnwart und Beauftragter für Erwachsenensport. Was die Ehrenarbeit im Turngau Blies betrifft, so war er von 2000 bis 2013 stellvertretender Vorsitzender dieses Verbandes. Und von 2004 bis 2009 bekleidete er den Posten eines Vizepräsidenten beim Saarländischen Turnerbund (STB) und von 2016 bis heute ist er Mitglied im Ehrenausschuss des STB. Rolf Schreier wurde 2010 die Ehrennadel des STB in Silber mit Ehrenurkunde verliehen und 2019 erhielt er die Ehrennadel des Deutschen Turner Bundes (DTB).

 

 

Hintergrundinfos zum Thema „Ehrenamt“:

  • In Deutschland gibt es ca. 1,7 Millionen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich durchschnittlich 13,4 Stunden pro Monat engagieren.
  • Von den Funktionsträgern in den Sportvereinen Deutschlands werden nach dieser Rechnung rund 343 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden pro Jahr erbracht.
  • Der jährliche Beitrag zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung liegt damit bei ca. 4,1 Milliarden Euro.

 

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

Christian Stoll

Amt des Ministers

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